Restaurierung & Rekonstruktion

Mehr als die meisten anderen historische Objekte sind historische Parkette im Laufe der Zeit besonderer Belastung ausgesetzt und weisen deshalb oft besonders viel Schäden auf. Hinzu kommt, dass bei Bauvorhaben in der Vergangenheit häufig weniger achtsam mit Holzböden umgegangen wurde, als zum Beispiel mit Möbeln: Neben der Belastung durch die reguläre Benutzung kommen also oft invasive Veränderungen im Laufe der Zeit hinzu. Heute ist unumstritten, dass für eine historisch adäquate Gesamterhaltung von historischen Objekten Böden nicht minder wichtig als andere Elemente des Ursprungsensembles sind.

Über 300 Jahre an Ort und Stelle

Vor diesem Hintergrund ist es uns umso wichtiger, in den uns anvertrauten Restaurierungsprojekten auf historische Bautechniken zurückzugreifen: Einerseits aus Gründen einer historischen-wissenschaftlichen Umsichtigkeit. Andererseits haben wir es in unserer Arbeit mit handwerklichen Erzeugnisse von besonderer Qualität zu tun – schließlich überdauern einige der Böden trotz der genannten Belastungen viele Jahrhunderte an Ort und Stelle.

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Wo immer möglich, versuchen wir gemeinsam mit unseren Auftraggebern, den historischen Bestand im Originalkontext zu erhalten. Allerdings sind zuweilen Rekonstruktionsarbeiten nötig, um fehlende Originalteile zu ersetzen. Hier kommt uns unsere Erfahrung mit der Herstellung von Massivholzböden zu Gute – weil wir auch dort auf klassische Verfahren setzen. Unser Anspruch ist im restauratorischen Kontext allerdings, nach Möglichkeit auf alte Hölzer zurückzugreifen – dabei ist hilfreich, dass wir unser Lager im Laufe der Zeit immer wieder um alte Holzbestände ergänzt haben. Bei der Umsetzung von Restaurations- und Rekonstruktionsarbeiten achten wir selbstverständlich auch darauf, historische Überzüge zu verwenden.

Wir versuchen außerdem, unsere Arbeit immer wieder im Austausch mit anderen weiterzuentwickeln. Ein Element dafür sind Fortbildungen, wie zum Beispiel am Europäischen Zentrum für die Berufe in der Denkmalpflege (Thiene, 2014). Hinzu kommt, dass wir auf ein Netzwerk aus Restaurator/-innen anderer Gewerke, anderer (inter-)nationaler Werkstätten sowie aus dem universitären Kontext zählen können.